Wer heute in der Zerspanung nach Lösungen für die Rohteilbearbeitung sucht, stößt unweigerlich auf ein Thema: das Vorprägen. Manche Spannsysteme am Markt setzen darauf, Rohmaterial mit einer eigens entwickelten Prägestation unter hohem Druck vorzustempeln – bevor das Werkstück überhaupt in den Spanner kommt.
Die Botschaft dahinter: Ohne diesen Vorbereitungsschritt seien sichere Spannverhältnisse in der OP10 nicht möglich.
Bei SCHLEIF-TEC sehen wir das anders – und das seit Jahrzehnten.
Was bedeutet Vorprägen überhaupt?
Beim Vorprägen wird ein Rohteil außerhalb der Maschine in eine spezielle Prägestation eingespannt. Unter hohem Druck werden definierte Abdrücke in das Rohmaterial eingebracht. Erst durch diese Kontur kann das Werkstück später formschlüssig in der Halteverzahnung des Spanners gehalten werden.
Der Grundgedanke ist nachvollziehbar: Der Formschluss soll hohe Haltekräfte ermöglichen, ohne dass die Spannbacken mit hohem Druck ins Material beißen müssen.
Aber er hat einen Preis.
Die versteckten Kosten des Vorprägens
Eine Prägestation ist keine günstige Investition. Hinzu kommen Betriebskosten, Platzbedarf in der Werkstatt, ein zusätzlicher Arbeitsschritt vor jeder OP10 und der laufende Verschleiß der Prägebacken.
Vor allem aber: Es bindet Zeit und Personal, die eigentlich der Zerspanung selbst gehören sollten.
Die Alternative: KSB Krallenbacken – ohne Vorprägen, ohne Kompromiss
Die KSB Krallenbacken von SCHLEIF-TEC funktionieren nach einem anderen Prinzip. Anstatt das Rohteil vorab zu prägen, greifen die gehärteten Krallen direkt beim Spannvorgang in das Rohmaterial ein – formschlüssig, sicher und reproduzierbar. Die OP10 beginnt damit unmittelbar nach dem Einspannen, ohne jeden Zwischenschritt.
Der entscheidende Mechanismus dabei ist der Niederzugeffekt: Beim Spannen werden die Rohteile nicht nur seitlich gehalten, sondern gleichzeitig nach unten auf die Auflagefläche gezogen. Das verhindert das Abheben des Werkstücks unter Bearbeitungskräften – ohne jegliche Vorbearbeitung des Rohmaterials.
Das bedeutet in der Praxis:
- Einspanntiefen ab 2,5 mm – sicher, auch bei schwerer Zerspanung in der OP10
- 5-Seitenbearbeitung in einer einzigen Aufspannung
- Kein Materialverlust durch Prägeabdrücke
- Keine Prägestation, kein Zusatzgerät, kein zusätzlicher Arbeitsschritt vor der Rohteilbearbeitung
- Gehärtet auf 60° HRC, allseitig geschliffen – für maximale Standzeit
SCHLEIF-TEC setzt diese Technologie seit Jahrzehnten im eigenen Betrieb ein. Auf den eigenen CNC-Bearbeitungszentren in Götzis, Vorarlberg, werden täglich Rohteile ohne Vorprägen gespannt und in der OP10 auf allen fünf Seiten bearbeitet – mit gleichbleibend hoher Qualität und ohne dass das Fehlen einer Prägestation je ein Problem war.
Für welche Schraubstöcke sind KSB Krallenbacken erhältlich?
Die KSB Krallenbacken sind passend für alle gängigen Maschinenschraubstöcke erhältlich – darunter ALLMATIC, GARANT, GRESSEL, HILMA, KESEL, KOHN, LANG, POLYMUT und RÖHM. Für unsere MMS-Mehrfachspanner und ZMMS-Zentrischspanner sind eigene Varianten im Sortiment.
Alle Varianten teilen dieselben Kerneigenschaften: oberflächengehärtet auf 60° HRC, allseitig geschliffen, hergestellt in Österreich.


Vorprägen oder nicht – eine ehrliche Abwägung
Das Vorprägen hat seinen Platz: Bei extrem fragilen Rohteilen (dünn/dünnwandig) kann ein vollständiger Formschluss durch eine eingebrachte Prägekontur Vorteile bieten.
Für die überwiegende Mehrheit der täglichen Rohteilbearbeitung – prismatische Rohlinge aus Aluminium, Stahl oder Kunststoff, Serienfertigung, Gussteile, Brennteile – ist eine Prägestation schlicht nicht notwendig. Die KSB Krallenbacken liefern denselben Effekt in der OP10: sicheres Halten, geringe Einspanntiefe, 5-Seitenbearbeitung – direkt aus dem Karton, ohne Zusatzgerät.
Das haben wir über Jahrzehnte bewiesen.
Fazit
Vorprägen ist eine Technologie. Aber sie ist keine Voraussetzung für sichere Rohteilbearbeitung. Mit den KSB Krallenbacken von SCHLEIF-TEC spannen Sie Rohteile in der OP10 in einer einzigen Aufspannung auf allen fünf Seiten – ohne Prägestation, ohne Zusatzkosten, ohne zusätzlichen Arbeitsschritt.
Made in Austria. Seit Jahrzehnten bewährt.
